„Spannende Soli und anregende Perspektiven

Musik vom Allerfeinsten: Die „Saemann Combo“ gab ein Konzert in den Ansbacher Kammerspielen

ANSBACH – „Stop talking…let the groove get in“ – das ist so etwas wie das Motto der Saemann Combo. Und geredet wurde beim Konzert in der „Kammer“ tatsächlich nicht viel, gegroovt dafür umso mehr. Der Bassist Samy Saemann präsentierte mit seiner Funk-Jazz-Formation Musik vom Allerfeinsten.

Schon die ungewöhnliche Besetzung versprach ein besonderes Konzert. Neben den gewohnten Klängen des Keyboards (Stefan Kammerer), der Gitarre (Joe Krieg), des Schlagzeugs (Oli Schulte) und natürlich des Basses, war noch etwas anderes zu hören: Thomas Buffy unterstützte die Band mit seiner Violine. Der „Teufelsgeiger“ zeigte, unter anderem in „Crazy Man“, außerordentlich improvisierte Violinsoli, was für eine Jazzcombo an sich eher selten ist. Gepaart mit seiner Virtuosität war es eine ganz neue Sichtweise auf diese Musikrichtung. Er baute irisch anmutende Melodien und orientalische Klänge ein und brachte seine Violine zum „Singen“.

Pianist Stefan Kammerer strahlte eine stoische Ruhe aus und spielte fast gänzlich mit geschlossenen Augen. Seine Finger flogen mit einer Zärtlichkeit, die ihresgleichen sucht, über die Tasten. Stefan Kammerer fungierte auch als Songwriter etwa von „New Life“, das bereits 1998 seine Premiere in den Kammerspielen feierte. Seine Stücke weisen Ansätze atonaler Musik und eine Vorliebe für elektronische Klänge auf.

Die Zuhörer, des gut besuchten Kammersaals, wurden auf eine Reise durch ferne musikalische Galaxien mitgenommen. Brilliert hat auch der Gitarrist Joe Krieg, der seiner Jazzgitarre, besonders in den zahlreichen Soli, alles abverlangte. Egal, ob mit verzerrtem oder reinem Sound, die Fingerfertigkeit des 40-Jährigen war beeindruckend. Einen unbestritten sauberen und stimmigen Teppich legte Drummer Oli Schulte unter die restlichen Instrumente und gab somit eine tolle Basis für die Improvisationskünste der Band. Diese waren so besonders, dass selbst Kollegen auf der Bühne darüber teils überrascht schienen. Der große Spaß an der Musik war ihnen absolut anzumerken.

Der Mann im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit war der Namensgeber der Combo. Samy Saemann slappte (Daumen schlägt auf die Saite), poppte (Finger reißt eine Saite weg) und pluckte (mit dem Finger die Saite zupfen) sich durch den Abend. Auf seinem Fünf- und Sechs-Saiter und dem Akustikbass zeigte er funkige, groovige, langsame und melodische Riffs und tolle Solostücke wie „Lovely Sunday“. Erst wenn ein Musiker ein dreiminütiges Solo spielt, ohne das es eintönig wird, ist er ein Meister seines Fachs. Das trifft auf jeden der Saemann Combo zu. Die bewies eindrucksvoll, dass Jazz keinesfalls nur spießige Musik für Menschen mittleren Alters sein muss und dass eine Bassgitarre nicht nur ein langweiliges Rhythmusinstrument ist. Was will das Musikherz mehr?“

Christina Özbeck – FLZ (Fränkische Landeszeitung) Nr.88, Dienstag, 15. April 2014

„Aus Würzburg kam der lebensfreudige Samy Saemann nach Mannheim, der sich extra seinen Drummer mitgebracht hatte um die Solobühne zum Vibrieren zu bringen. Der Körpereinsatz macht es deutlich: hier wird Musik für Herz und Bauch geboten! Und einmal mehr genossen wir den Wohlklang eines ausgewachsenen Marleaux-Basses.“

Bass Professor, Ausgabe Nr.73, 5/2013

„Klassiker und eigene Kompositionen

Samy-Saemann-Combo begeisterte in Windsbach

 

WINDSBACH – „Ohne Bass kein Spaß“: von dieser Devise Samy Saemanns konnten sich kürzlich viele Besucher in der Stadthalle Windsbach überzeugen. Und dass Spaß keine Altersgrenzen kennt, zeigte das sehr bunt gemsichte Publikum von zwölf bis 75 Jahren.

 

Nicht nur Windsbacher fanden sich ein, viele kamen aus den umliegenden Gemeinden, aus Ansbach, ja sogar aus Bamberg und München. Sie wussten sicher schon im Vorfeld, dass der Weg nicht umsonst sein würde. Samy Saemann und seine Combo überzeugten mit großer Professionalität, natürlichkeit und offensichtlicher Liebe zur Musik. „Samy bewegt sich so vertraut mit der Bassgitarre – man meint, sie wäre mit ihm verwachsen“, so der Kommentar eines Besuchers.

Neben Samy Saemann am Bass gehören zur Combo noch Oli Schulte am Schlagzeug, Stefan Kammerer an den Tasteninstrumenten, Joe Krieg an der Gitarre und Tim Hoheisel am Saxophon. Die Band begeisterte durch virtuose und bawechslungsreiche Eigenkompositionen von Samy Saemann und legendäre Jazz-Rock-stücke von Miles Davis und Billy cobham, wobei die Musikstücke im Konzertverlauf zunehmend rockiger dargeboten wurden. Einen überaus stimmungsvollen Schlusspunkt setzte Samy in der letzten Zugabe mit dem Bass-Solostück „Lovely Sunday“ aus seinem aktuellen album „Crazy Man“…..“

FLZ (Fränkische Landeszeitung) Nr.136, Samstag, 15. Juni 2013

„….Bandleader Samy Saemann zeigte am Fünf-Saiter, dass der Bass durchaus ald Lead-,beziehungsweise Soloinstrument tauglich ist. Mit raffiniertem Slapstyle und oft im Zusammenspiel mit Gitarrenurgestein Stefan Schmidt brachte die Kombo das Publikum zum Grooven.“

Mainpost im Juli 2009